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UV-Schutz & Ausbleichung – wie UV-Strahlung Materialien schädigt

UV-Strahlung ist unsichtbar – die Schäden sind es nicht: ausgeblichene Möbel, vergilbte Dokumente, gealterte Kunstwerke und erhöhte Materialermüdung. Moderne Fensterfolien mit UV-Blocker schützen Glasflächen dauerhaft vor schädlicher UV-Strahlung. In diesem Ratgeber erklären wir, wie UV-Schutzfolien funktionieren, welche Wellenlängen sie blocken und wo sie sinnvoll eingesetzt werden.

🌞 Was ist UV-Strahlung – und warum ist sie so schädlich?

UV-Strahlung (Ultraviolett) ist ein Teil des Sonnenlichts, der für das menschliche Auge unsichtbar ist, aber viel Energie trägt. Sie lässt sich grob in drei Bereiche einteilen:

  • UVC (100–280 nm) – wird von der Atmosphäre fast vollständig gefiltert
  • UVB (280–315 nm) – verantwortlich für Sonnenbrand und starke Materialschäden
  • UVA (315–400 nm) – dringt tief in Materialien ein und verursacht langsame Alterung

Normales Floatglas filtert zwar einen Teil der UVB-Strahlung, lässt aber einen großen Anteil der langwelligen UVA-Strahlung passieren – genau hier setzen UV-Schutzfolien an.

Mehr zu Transmission, Reflexion & Absorption →

🪑 Welche Schäden verursacht UV-Strahlung an Materialien?

UV-Strahlung zerstört über die Zeit chemische Bindungen in Materialien. Typische Folgen sind:

  • Ausbleichen von Farben (Textilien, Holz, Kunstwerke, Drucke)
  • Vergilbung von Papier, Fotos, Kunststoffen
  • Rissbildung und Versprödung von Kunststoffen & Dichtungen
  • Verkürzte Lebensdauer von Exponaten in Museen & Galerien

In Kombination mit Wärme und sichtbarem Licht verstärkt sich der Alterungsprozess weiter – UV-Schutz ist daher ein wichtiger Baustein der Konservierung.

Anwendung: UV-Schutz für Kunstwerke & Exponate →

🧪 Wie funktioniert ein UV-Blocker in Fensterfolien?

UV-Schutzfolien enthalten spezielle UV-absorbierende Additive, die in die Kunststoffstruktur (meist PET) integriert sind oder als Beschichtung aufgebracht werden. Diese Additive nehmen UV-Energie auf und wandeln sie in harmlosere Formen (z. B. Wärme) um.

Funktionsprinzip im Überblick:

  • UV-Photonen treffen auf die Folie
  • UV-Blocker absorbieren die Energie im kritischen Spektrum (meist 280–380/400 nm)
  • die Energie wird im Material verteilt und teilweise als Wärme abgeführt
  • hinter der Folie kommt fast keine UV-Strahlung mehr an

Hochwertige UV-Schutzfolien blockieren bis zu 99 % der UV-Strahlung im relevanten Bereich – oft spezifiziert als „UV-Schutz bis 380 nm“ oder „bis 400 nm“.

UV-Schutzfolien im Überblick →

📏 Was bedeuten Angaben wie „UV-Schutz bis 380/400 nm“?

In technischen Datenblättern von Fensterfolien findet man Angaben wie:

  • UV-Blocker bis 380 nm
  • UV-Blocker bis 400 nm (UV-A vollständig)
  • UV-Reduktion > 99 %

Je höher die angegebene Grenzwellenlänge, desto weiter reicht der Schutz in den UVA-Bereich. Für besonders empfindliche Anwendungen – z. B. Museen, Galerien, Archive – sind Folien mit UV-Schutz bis 400 nm oder höher die bessere Wahl.

Technische Kennzahlen & Messwerte einfach erklärt →

🌡️ UV-Schutz vs. Hitzeschutz – wo liegt der Unterschied?

UV-Schutzfolien sind in erster Linie auf den Schutz des Materials ausgerichtet – nicht auf die Reduktion der Raumtemperatur.

UV-Schutzfolien:

  • blockieren vor allem UV-Strahlung (280–380/400 nm)
  • sind meist klar oder nur sehr leicht getönt
  • verändern die Optik des Glases kaum
  • reduzieren Hitze nur in geringem Maß

Sonnenschutzfolien:

  • blockieren zusätzlich Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung)
  • arbeiten stark über Reflexion & Absorption
  • können sichtbar getönt oder verspiegelt sein
  • reduzieren Raumtemperaturen deutlich

Sonnenschutzfolien mit UV-Schutz entdecken →

🪟 Wie verändert eine UV-Schutzfolie das Verhalten von Glas?

Eine UV-Schutzfolie wird in der Regel innen auf das Glas aufgebracht.

  • deutlich reduzierter UV-Durchlass (bis > 99 % Blockung)
  • nahezu unveränderte Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren Bereich
  • keine nennenswerte Änderung der Wärmedämmung
  • geringe zusätzliche Absorption → thermisch meist unkritisch

Glasarten & thermische Risiken →

🏛️ Typische Einsatzbereiche für UV-Schutzfolien

  • Museen, Galerien & Ausstellungsräume
  • Archive, Bibliotheken & Sammlungen
  • Schaufenster mit Markenware, Textilien oder Möbeln
  • Wohnräume mit Holzböden, Leder- & Stoffmöbeln
  • Büros mit hochwertigen Oberflächen

UV-Schutz für Kunstwerke & Exponate →

⚠️ Wo liegen die Grenzen von UV-Schutzfolien?

  • sichtbares Licht trägt ebenfalls zum Ausbleichen bei
  • IR-Strahlung (Wärme) kann Materialien zusätzlich belasten
  • extrem sensible Exponate benötigen oft zusätzliche Schutzkonzepte

✅ Fazit: UV-Blocker schützen unsichtbar – aber hochwirksam

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Autor: Fensterfolien-Experte von Kuester KG

Fachautor & Porjektberater:

Lars Magenau ist als Experte seit über 15 Jahren verantwortlich für Sonnenschutz-, Sicherheits- und Spezialfolien. Er unterstützt Unternehmen, Behörden und Privatkunden dabei, Glasflächen technisch korrekt zu bewerten und hochwertige Folienlösungen professionell umzusetzen.

Schwerpunkte: Montageverfahren, Sonnenschutzfolien, thermische Risikoanalyse, Großprojekte

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